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03.12.2008, 16:49

Lechfeldschlacht 955

Hallo Leute!

Ich habe ja vor (wie im Thema "Steppenhorde" angedeutet) die Lechfeldschlacht zu "warhammern". Die späten Franken besitze ich schon (bemalt und gebast und bereits einigermaßen Kampferfahren gegen Wikinger), eine magyarische Steppenhorde soll nun zu Weihnachten angeschafft werden. Aus den Quellen ergeben sich hier ein paar Fragen für das Szenario:

1. Wie spielt man nach Warhammer das Auf- und Absitzen von Reitern (z. B fränkischen und v.a. schwäbischen Milites)?

2. Wie stelle ich Ermüdung regeltechnisch dar (v.a. bei Pferden)?

3. Wie sind die den Troß bewachenden Böhmen darzustellen- wie Deutsche? Wie Slawen?

4. Kann jemand MAterial zu Bemalung/Wappen/Fahnen der Magyaren empfehlen?

Gruß,

Yogsothoth
"Jetzt, so ich ihn gesehen habe, mag ich ihn schon gar net leiden!"
Kaiser Franz II. über Napoleon

2

03.12.2008, 22:20

RE: Lechfeldschlacht 955

1. Wie spielt man nach Warhammer das Auf- und Absitzen von Reitern (z. B fränkischen und v.a. schwäbischen Milites)?
Dafür gibt es keine Regeln, allerdings hab ich auch noch keine Interpretation gefunden die davon ausgeht dass die Ostfranken und Böhmen während der Schlacht abstiegen
2. Wie stelle ich Ermüdung regeltechnisch dar (v.a. bei Pferden)?
Dafür gibt es keine Regeln, da mußt Du Dir selbst was überlegen
3. Wie sind die den Troß bewachenden Böhmen darzustellen- wie Deutsche? Wie Slawen?
/*Klugscheiss Modus*/ An der Schlacht waren keine Deutschen beteilig, zu der Zeit kann man nur von Ostfranken reden /*Klugscheiss Modus aus*/ Die Böhmen sind zu dieser Zeit noch nicht besonders von den Ostfranken geprägt, nimm also Slawen

4. Kann jemand Material zu Bemalung/Wappen/Fahnen der Magyaren empfehlen?
Wappen dürften sie keine haben, aber ich hab ausser ein paar Illustrationen in Ospreys und Armies of the Dark Age noch nicht dazu gefunden
"Nur weil ein Regelbuch ein tolles Layout hat, muß es nicht schlecht sein"

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ghibelline« (29.12.2008, 13:42)


Löwenherz

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3

03.12.2008, 22:45

Hallo,



Zitat

2. Wie stelle ich Ermüdung regeltechnisch dar (v.a. bei Pferden)?

Wenn es dafür keine Regeln gibt, wie wäre es mit den Armati Ermüdungsregeln - die kennst Du ja.

Gruß Löwenherz

4

03.12.2008, 23:34

Hallo!

@Löwenherz: Guter Gedanke, die Armati-Regeln zu benutzen. Da hätte ich auch selbst drauf kommen können ;)

Ne, aber ich wa mir nicht sicher, ob es in einem der mir noch unbekannten WAB-Supplements nicht doch Regeln dafür gibt.

@Ghibelline:

Ich habe früher mal irgendwann Thietmar von Merseburg und Widukind von Corvey zu dem Thema gelesen und meine mich erinnern zu können, dass in der Endphase der Schlacht in und um diverse Dörfer gekämpft wurde, sowie auch an mehreren Furten. Wäre Deine Interpretation eher, dass man das die mitgebrachten Bauernspeerträger machen ließ und nicht abgesessene Milites?

Die Frage ist mir aber auch schon im Zusammenhang mit meinen Kämpfen gegen die Wikinger durch den Kopf gegangen. Ich kann abgesessene Milites zwar für einen geringeren Punktewert aufstellen, die kämpfen dann aber von Anfang bis Ende so und sind relativ langsam. Es wäre also eine sehr interessante taktische Option für die Franken,Milites auf- und absitzen zu lassen. Na, ich hatte mir schon fast gedacht, dass es dafür keine offiziellen Regeln gibt. Bei Ostfranken wäre das anders als bei den Normannen auch historisch vertretbar, denke ich.

Irgendwie merkt man doch leider sehr, dass "Shieldwall" mit Blick auf den Westeuropäischen Raum verfasst wurde,Ostfranken kommen da etwas zu kurz.

@Ghibelline: Ich halte Deinen Einwand natürlich nicht für klugscheißerisch :D , aber mal rein aus Interesse, wann beginnt für Dich denn die Geschichte der "Deutschen"?

Gruß,

Yogsothoth
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Kaiser Franz II. über Napoleon

5

04.12.2008, 07:44

Das Reiter während des Spiels absteigen ist mir auch unbekannt, allerdings gibt es im El Cid Supplement in der Liste der christlichen Spanier eine Einheit die zur Darstellung bereits vor dem Kampf abgesessener Ritter empfohlen wird. Dabei ist interessant, das diese Eliteinfanterie punktemässig in den Bereich der günstigsten Reiter kommen. Der hohe Moralwert, WS und der Zugriff auf schwere Rüstung will bezahlt sein.

Gruss Christof

6

04.12.2008, 22:26

Ich habe früher mal irgendwann Thietmar von Merseburg und Widukind von Corvey zu dem Thema gelesen und meine mich erinnern zu können, dass in der Endphase der Schlacht in und um diverse Dörfer gekämpft wurde, sowie auch an mehreren Furten. Wäre Deine Interpretation eher, dass man das die mitgebrachten Bauernspeerträger machen ließ und nicht abgesessene Milites?

Die bisher für mich schlüssigste Interpretation der Schlacht die ich bisher gelesen habe war, dass die Magyaren beim Plündern des Trosses einfach von der ostfränkischen Reiterei überrascht wurden und beim Kampf in sumpfigen Auwälder und Moorflächen am Lech geraten sind. Das ist sehr schwierig mit WAB abzubilden. Die flüchtenden Magyaren wurden dann vermutlich an allen möglichen Stellen von Kriegern und Bauern niedergemacht. Hier würde ich in der Tat hauptsächlich Liberi verwenden die an Furten, Hohlwegen und in Dörfern auf die Magyaren warten.

Die Frage ist mir aber auch schon im Zusammenhang mit meinen Kämpfen gegen die Wikinger durch den Kopf gegangen. Ich kann abgesessene Milites zwar für einen geringeren Punktewert aufstellen, die kämpfen dann aber von Anfang bis Ende so und sind relativ langsam. Es wäre also eine sehr interessante taktische Option für die Franken,Milites auf- und absitzen zu lassen. Na, ich hatte mir schon fast gedacht, dass es dafür keine offiziellen Regeln gibt. Bei Ostfranken wäre das anders als bei den Normannen auch historisch vertretbar, denke ich.

Bei Sachsen und Thüringern ist es sogar noch später passend hauptsächlich Infantry aufzustellen, während Du bei Lothringern, Franken, Schwaben und Bayern mehr berittene Milites aufstellen solltest. Es gibt aber auch bei Normannen Beispiele für defensiv geführte Schlachten bei denen die Milites abstiegen, hab ich irgendwo in den Ospreys gelesen.

Irgendwie merkt man doch leider sehr, dass "Shieldwall" mit Blick auf den Westeuropäischen Raum verfasst wurde,Ostfranken kommen da etwas zu kurz.?

Das ist absolut richtig!

@Ghibelline: Ich halte Deinen Einwand natürlich nicht für klugscheißerisch , aber mal rein aus Interesse, wann beginnt für Dich denn die Geschichte der "Deutschen"?

Ich hab zu dem Thema ein Buch von Carlrichard Brühl "Die Geburt zweier Völker" und er argumentiert für mich sehr überzeugend, dass sich der Übergang von Ostfranken zu den Deutschen erst im Laufe des 11. Jahrhunderts vollzieht. Man kann die frühen Karpetinger und die Salier nicht mehr wirklich als fränkische, aber auch noch nicht als französiche oder deutsche Könige zu bezeichen.
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7

02.09.2009, 13:22

Das dürfte dann aber wohl eher daran liegen, daß das französische Königtum vor dem 12. Jh. sehr schwach gewesen und das deutsche noch sehr am karolingischen Imperium orientiert gewesen ist.

Back on Topic: Absitzen während der Schlacht ist doch wohl eher ungewöhnlich, in den Schlachten, bei denen Milites zu Fuß gekämpft haben, haben sie es wohl von Anfang an getan.