Ich habe mich von Vodniks Begeisterung für die Iberer wieder anstecken lassen, nachdem ich sie eigentlich wegen einiger krasser Niederlagen in Folge in die Kiste verbannt hatte. Gestern habe ich sie gegen fränkische Ritter antreten lassen. Es gab einen dreckigen, aber fair erkämpften 4:2 Sieg für mich. Mein Gegenüber war danach recht konsterniert, er hat die Schlacht nur mit seiner Infanterie verloren, weil er mit seinen Speeren ins schlechte Gelände einrückte, und da haben die iberischen Hilfstruppen nun mal ihre Stärke. Seine Ritter kamen eigentlich kaum zu Geltung. Er traute sich nicht, sie im schlechten Gelände einzusetzen. Zum Verständnis der Ausgangslage, bevor die Kämpfe begannen, hier eine Skizze.
http://anedena.npage.de/taktikfragen_80007923.html
Ich hoffe, sie ist verständlich. Nach dem Spiel haben wir uns unterhalten, warum die Ritter verloren haben. Ich habe die Ansicht geäußert, daß er wahrscheinlich gewonnen hätte, wenn er seine Ritter nicht vor dem steilen Hügel hätte versauern lassen, sondern geschlossen gegen meine 3x Hilfstr. + 2x Plänkler im Wald und gegen meinen Reitereigeneral + LK zwischen Hügel und Wald eingesetzt hätte. Einen solchen Vorstoß hat er nur 1x gewagt, mit seinen linken beiden Rittereinheiten, und wegen zu großer Angst vor Flankierung dann abgebrochen.
Verloren hat mein Gegner auf dem quer liegenden Hügel, auf den er sich fixiert hatte. Dort hat er 3x Speere und 1x Plänkler verloren, während ich 1x Hilfstr. + 1x Plänkler abschreiben musste.
Da ich nie Ritter spiele, weiß ich, wie man sie mit infanterielastigen Armeen bekämpft, aber habe nur eine schlechte Vorstellung davon, wie man sie richtig offensiv einsetzt. War mein Tipp, in der Situation mit allen Rittern gegen den Wald und den General vorzugehen falsch? Wie hätte jemand, der mit Ritter erfahren ist, die Schlacht angesetzt, um sie zu gewinnen? Pips waren stets ausreichend vorhanden, und eine Bereitschaft von mir, aus dem Gelände zu treten, war nicht gegeben.