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09.11.2009, 08:26

Rittertaktik

Ich habe mich von Vodniks Begeisterung für die Iberer wieder anstecken lassen, nachdem ich sie eigentlich wegen einiger krasser Niederlagen in Folge in die Kiste verbannt hatte. Gestern habe ich sie gegen fränkische Ritter antreten lassen. Es gab einen dreckigen, aber fair erkämpften 4:2 Sieg für mich. Mein Gegenüber war danach recht konsterniert, er hat die Schlacht nur mit seiner Infanterie verloren, weil er mit seinen Speeren ins schlechte Gelände einrückte, und da haben die iberischen Hilfstruppen nun mal ihre Stärke. Seine Ritter kamen eigentlich kaum zu Geltung. Er traute sich nicht, sie im schlechten Gelände einzusetzen. Zum Verständnis der Ausgangslage, bevor die Kämpfe begannen, hier eine Skizze.



http://anedena.npage.de/taktikfragen_80007923.html



Ich hoffe, sie ist verständlich. Nach dem Spiel haben wir uns unterhalten, warum die Ritter verloren haben. Ich habe die Ansicht geäußert, daß er wahrscheinlich gewonnen hätte, wenn er seine Ritter nicht vor dem steilen Hügel hätte versauern lassen, sondern geschlossen gegen meine 3x Hilfstr. + 2x Plänkler im Wald und gegen meinen Reitereigeneral + LK zwischen Hügel und Wald eingesetzt hätte. Einen solchen Vorstoß hat er nur 1x gewagt, mit seinen linken beiden Rittereinheiten, und wegen zu großer Angst vor Flankierung dann abgebrochen.

Verloren hat mein Gegner auf dem quer liegenden Hügel, auf den er sich fixiert hatte. Dort hat er 3x Speere und 1x Plänkler verloren, während ich 1x Hilfstr. + 1x Plänkler abschreiben musste.



Da ich nie Ritter spiele, weiß ich, wie man sie mit infanterielastigen Armeen bekämpft, aber habe nur eine schlechte Vorstellung davon, wie man sie richtig offensiv einsetzt. War mein Tipp, in der Situation mit allen Rittern gegen den Wald und den General vorzugehen falsch? Wie hätte jemand, der mit Ritter erfahren ist, die Schlacht angesetzt, um sie zu gewinnen? Pips waren stets ausreichend vorhanden, und eine Bereitschaft von mir, aus dem Gelände zu treten, war nicht gegeben.
Homo homini lupus!

Martin

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2

09.11.2009, 09:12

Ohne dass ich es groß durchrechne: Ich glaube nicht, dass die Ritter im Wald überlebt hätten.
Die Aux hat im Wald eine 2, der Ritter nur eine 1.
Gegen Ritter haben alle Truppen, wenn ich es recht entsinne, einen QuickKill im Bad going.
Also in Wahrscheinlichkeiten:
Ritter stirbt: 58,3%
Stand: 13,9%
Ritter pushed Aux: 22,2%
Ritter killt Aux: 5,6%

Sieht nicht vielversprechend aus....
Ob 6te, FOG oder DBx - Hauptsache, kein Würfelspiel! ;)

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KillingZoe

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3

09.11.2009, 09:30

Das ganze sieht mir ein wenig festgefahren aus. Verlässt der Spanier sein Gelände, wird er von den Rittern eingedost, geht der Ritter ins Gelände hinein, hat er schlechte Karten. (Passiert leider häufig, wenn eine reine Geländearmee gegen eine Armee praktisch ohne Geländetruppen antritt.)

Wenn ich es als Spieler der Ritterarmee versuchen wollte dann wahrscheinlich so:
- die beiden Ritterelemente am Wald vorbei ziehen
- die Speere vor den Wald
- dann mit beiden Gruppen gleichzeitig in den Wald hinein, wobei so etwas wie ein rechter Winkel zwischen den beiden Fronten entstehen muss

Der General und ein weiteres Element Ritter werden dann benötigt, um die Lücke zwischen Wald und Hügel zu gewachen, damit der General der Spanier nicht die Flanke der Speerträger bedrohen kann.

4

09.11.2009, 12:34

So ein geschlossener Angriff in den Wald braucht halt endlos viele pips. Das Gelände liegt sehr unglücklich für die Ritter.´

Vermutlich würde ich auch mit den Speeren die TRuppen im Wald bedrohen, wenn möglich auch zocken und mit den Rittern den iberischen General jagen -so man denn durch die Lücke zwischen den Wäldern durchbrechen kann. Dabei kommt es stark darauf an die Einheiten in den Wäldern so gebunden zu bekommen, dass die Ritter durch kommen.

vodnik

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5

09.11.2009, 12:55

...obwohl ich letzthin sehr anschaulich bewiesen habe, dass ich nicht immer gewinne, möchte ich da auch noch 'reinschwatzen: das Ritterlager muss gegen Geländearmeen immer so weit wie möglich vom schweren Geläde weg zu liegen kommen. Das gegnerische Lager nehmen bringt immer schon den halben Sieg, an Turnieren oft einen kleinen Sieg. Der Gegner ist dann im Zugzwang um gleichzuziehen. Ritter immer klar von Gelände fernhalten, mit Speeren die Gegner aus dem Busch locken, aber immer mit gesicherten Flanken, den gegnerischen General jagen ist immer gut, aber nie mit einem einzelnen Ritter...
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6

09.11.2009, 16:44

Noch sehr unerfahren in DBA, hätte ich versucht, mit zwei Rittereinheiten den Wald zu umgehen und das Lager zu nehmen. Die Speerträger vor den Wald ziehen, bei Bedarf auch hinein.. Die Beiden Plänler plänkeln vorm Berg. Die restlichen Ritter kümmern sich um den Gegnerischen General...

Soviel zur Theorie...
Gruss Xena



" Variationen sind das Gewürz der Schlacht " [Natasha Kerensky, "Wolfs Dragoner"]

PS : Wer schreibfeler findet, der darf Sie berhalden..! :whistling: