Sturmtigers Mannen

      Mein lieber Schmagauke,
      Danke für deinen Tipp, den ich vorausschauend und vorauseilend bereits befolgt habe. PSC sitzt bereits vor der Bekleidungskammer. Es stehen auch schon etliche in Dienstens. Nur halt nich genug...
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      Sturmi
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      Das Videos zu unserem letzten PBI-Spieletag am 21.10.2017.
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      Einen wunderschönen guten Morgen zusammen,

      die Woche nähert sich ihrem emotionalen Höhepunkt, dem Wochenende. Damit ich das auch ganz sicher genießen kann, wollte ich vorher noch rasch nen Cleanup auf der Werkbank hinkriegen - und das Basierungsthema für PBI zu einem definierten und dem Ziel nahen Punkt bringen. So einfach es auf den ersten Blick klingen mag ( "Ei mach doch einfach" ), ist es natürlich nicht. Man möchte ja doch bestimmte Themen auf die Bühne - äh Base - bringen.

      Saint-Aubin-Sur-Mer, die Wiege und Spielwiese meines Grenadier-Regiment 736, soll in die Spiele mit PBI Poor Bloody Infantry mit einbezogen werden. Dafür brauchen die Infanterie-Züge natürlich auch stilechte Basen.

      City-Style-Basen: so geht Saint-Aubin

      Kürzlich habe ich ja schon schicke neue Materialien für die City-Basen geholt. Die Pflaster- und Gehsteig-Platten von Busch/Faller. Die Pflasterfolie auf die Base zu lutschen, dafür braucht es gewiss keine großen Skills. Das wäre mir jedoch auch nicht genug gewesen.

      Damals ( 2015/2016 ) habe ich für die Granatwerfer und MGs des Grenadier-Regiment 736 3cm-Basen hergestellt, die schon fast das Format der PBI-Basen haben. Gut, etwas größer sollen sie sein, aber das Layout ist im Wesentlichen bereits vorhanden.

      Hier sieht man einen 81mm-Granatwerfer 36, wie er eifrig werkelnd auf dem Trottoir der Straßenecke Rue des Bains / Rue Bellengers steht. Sowas in diesem Stil habe ich mir auch für die neuen PBI-Basen vorgestellt.


      Das Rohmaterial für Straße und Gehsteig ist vorhanden. Nun sollte es also an das Konstruieren der Basen gehen. Konstruieren? Ja! Jede Base stellt für sich einen fotohaften Ausschnitt aus einem größeren Bild dar. Und wie beim Fotografieren stellt sich auch hier die Frage der Wahl des optimalen Bildausschnitts. Was soll auf's Bild? Was nicht? Was muss? Was kann?

      Fest stand auf jeden Fall, dass Straße und Gehsteig in zwei voneinander unabhängigen Arbeitsprozessen gefertigt und final zusammengefügt werden würden. Der Grund dafür? Nun, beide Komponenten erfordern den Einsatz von Holzleim, der längere Zeit zum Austrocknen erfordert. Ebenso müssen senkrechte Wände an Basenrand und Gehsteigrand bemalt werden. Beides ist nur schwer machbar, wenn Gehsteig und Straße bereits verklebt sind.

      Ein gutes Durchtrocknen der Halbzeuge ist ebenfalls wichtig, um einem späteren Verziehen des Endprodukts vorzubeugen.

      Gehsteige, Straßen und die liebe Serienproduktion

      Sechzehn Basen soll der erste Wurf bringen. Die Basen habe ich zunächst aus Bierdeckeln fix zurecht geschnitten. Format: 5cm x 5cm. Das geht mit meiner Papierschneidemaschine (Modell "Ideal") recht sauber und fix. "recht sauber" deswegen, weil es doch gewisse Unexaktheiten gibt - die vielleicht meinem flotten Arbeitsdrang geschuldet sind und mit etwas mehr Ruhe hätten umgangen werden können. Andererseits fallen ein paar Zehntelmillimeter Abweichung nach der späteren Bepinselung nicht mehr auf.

      Hier mal die einzelnen Schritte als kommentierte Foto-Strecke.

      Nachfolgendes Bild: Hier nochmal das Vorbild.


      Nachfolgendes Bild: Die Gehsteig-Platten werden entlang der Bordsteine ausgeschnitten und dann auf die Bierdeckel aufgeklebt. In jede Ecke eines abgerundeten Bierdeckels kommt ein ähnlich geformtes Straßeneck.


      Nachfolgendes Bild: Straße und Base kommen einfacher zueinander. Eine Pflasterplatte wird später in acht Stücke zerlegt, welche auf die Basen geklebt werden.


      Nachfolgendes Bild: Hier ein komplizierteres Stück Gehsteig. Es soll die Außen-"Kurve" einer abbiegenden Straße ergeben. Die meisten Straßenecken stellen die Innen-"Kurve" dar.


      Nachfolgendes Bild: Hier ein Stapel Innen-"Kurven". Die Ecken der Bierdeckel wurden an den Verlauf der Bordsteine angeglichen.


      Nachfolgendes Bild: Die Bierdeckel mit den Gehsteig-Stücken werden im Papierschneider zerlegt.


      Nachfolgendes Bild: Die filetierten Bierdeckel. So lassen sich später die Bürgersteige gut auf der Straße montieren.


      Nachfolgendes Bild: Eh voilá! Hier hing das komplizierte Teil mit der Außenkurve mit drinnen. Es kann jetzt herausgenommen und verwendet werden.


      Nachfolgendes Bild: Ein weiterer Bierdeckel mit drei Gehsteigsegmenten.


      Nachfolgendes Bild: Un autre...


      Nachfolgendes Bild: Probelegen - oder Proof-of-Concept, wie man auf Neudeutsch sagt.


      Nachfolgendes Bild: Die Basen und Gehsteigsegmente werden auf die Pflasterfolie gelegt, um zu sehen, ob man guten Gewissens acht Nutzen aus einem Stück schlagen kann.


      Nachfolgendes Bild: Probelegen ohne Gehsteigsegmente. Jetzt wird das Unterfangen etwas deutlicher.


      Nachfolgendes Bild: Nach dem Zerlegen der Pflasterfolien mit Skalpell und dem Ankleben der Basen .


      Nachfolgendes Bild: Es geht mit dem Achternutzen sehr gut auf und ich bin gespannt auf das Endergebnis.


      Nachfolgendes Bild: Die Kanten der Gehsteigsegmente sind noch roh und man erkennt noch die doppelt verleimten Bierdeckel.


      Nachfolgendes Bild: Da muss der PONALizer her und der künftigen Bordsteinkante ein besseres Gesicht geben.


      Nachfolgendes Bild: Hier das Sammelsurium an Gehsteigsegmenten im Basen-Kombinat "VEB-Plattenbau".


      Nachfolgendes Bild: Der Aufsicht führende Ritterkreuzträger ist genervt. Es braucht alles insgesamt doch recht viel Zeit.
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      Weitere Verarbeitung der Bases für Saint-Aubin-Sur-Mer

      Die Rümpfe der Basen wollen auf quadratische Form zurecht geschnitten werden. Eh bien...

      Nachfolgendes Bild: Sieht schon recht Altstadt-mäßig aus, oder?


      Nachfolgendes Bild: Ein paar kampfeslüsterne Grenadiere des Grenadier-Regiment 736 schlendern schomma die Straße entlang...


      Nach dem Trocknen der mit PONAL behandelten Kanten der Gehsteige wird deutlich, dass die Unebenheiten der Bierdeckelkanten eben doch nicht mit Holzleim zu beseitigen sind. Ich entscheide, noch eine Schicht Strukturpaste drauf zu geben. Eventuell geht man anschließend nach deren Trocknung nochmal mit Ponal drüber.

      Nachfolgendes Bild: Ne Runde Strukturpaste für die Basen. Jetzt verschwindet die Bierdeckelstruktur definitiv.


      Nachfolgendes Bild: Es wird halt etwas bröseliger und für "Bordstein" zu uneben. Eine weitere Lage PONAL wird's hoffentlich richten.


      Straßen-Bases

      Beim Fertigen kam mir der Gedanke, dass man die Gehsteige vielleicht doch besser auf simple Asphalt-Straßen setzen sollte. Die etwas moderneren Gehsteige sehen dort vielleicht doch etwas besser aus. Die Altstadt-Kopfstein-Pflaster-Straßen bleiben dann eben, wie sie sind. Punktum.

      Die Basen werden mit Strukturpaste eingefasst, um sie zu "stabilisieren". Die Oberfläche erhält einen einfachen Anstrich mit Revell Aquacolor 36174 Geschützgrau, was recht asphaltig wirkt. Damit es nicht zu clean rüberkommt, gebe ich noch einen Wash drüber. Es ist der früher von mir so favorisierte Wash "DAK Vehicles" von ak interactive. Nach dem Abtrocknen wird der Wash zu einer Schicht Straßenstaub. Nicht zu dominant, aber auch vorhanden und ein wenig schmutzig wirkend, jedoch nicht überladen.

      Nachfolgendes Bild: Eine kleine Serie von 13 Straßenbases sollte reichen. Es sind auch exakt dreizehn Gehsteigsegmente aufzusetzen.


      Nachfolgendes Bild: Probhocken: der Herr Offizier fühlt sich bereits wohl und geht seinem Job nach.


      Nachfolgendes Bild: Die Basen sind recht simpel gestrickt. Die Oberfläche ist mit dem Geschützgrau von Revell gefärbt. Darauf kommt ein Wash ("DAK Vehicle von AK Interactive"), der das Ganze staubig und etwas schmutzig werden lässt.


      Nachfolgendes Bild: Der erste "SMG"-Trupp jedenfalls hat bereits Position bezogen.


      Nun wird erstmal getrocknet.

      Endmontage der Bürgersteige

      Beim Besehen der Halbzeuge fiel mir auf, dass die Bürgersteige wesentlich besser zu den asphaltierten Bases passen. So habe ich denn kurzerhand beschlossen, die Montage auch genauso vorzunehmen. Für die Kopfsteinplaster-Variante gibt es dann in diesem Fall erstmal keine Gehsteige.

      Nachfolgendes Bild: Das Gehsteigsegment wurde hier auf die Asphalt-Base aufgelegt.


      Nachfolgendes Bild: Die überstehenden Partien werden mittels des Papierschneiders "Ideal" entfernt.


      Nachfolgendes Bild: Fertig. So präsentiert sich die Base Asphalt + Gehsteig.


      Nachfolgendes Bild: Ansicht von der Seite.


      Nachfolgendes Bild: Ansicht mit "Stadtkämpfern" des Grenadier-Regiment 736.


      Nachfolgendes Bild: Das Ensemble der 13 Basen mit einem kleineren Gewalthaufen des Grenadier-Regiment 736. O'zapft is! Pack' mer's!


      Nachfolgendes Bild: Die spielerische Variante: man kann mit den Basen auch lustige Figuren legen...


      Treibgut im Mahlstrom des Krieges

      Ein wenig Ausstattung brauchen die Basen natürlich auch noch. Nur Asphalt und Gehsteigplatten sind dann doch etwas nackt. Schutthalden habe ich nicht gewählt. Eher die Klassiker wie weggeworfene Waffen und andere Ausrüstung der Protagonisten.

      Nachfolgendes Bild: Maschinengewehre, Karabiner, Sturmgewehre, Maschinenpistolen, Magazine, Antriebsräder, Reifen, Gedöns.


      Nachfolgendes Bild: Uff de Gass sieht's aus wie bei Hämpels unterm Sofa.


      Nachfolgendes Bild: Aber so lieben wir's doch, oder?



      Kopfsteinpflaster: Ohne Schnickschnack

      Die Kopfsteinpflaster-Basen für die Altstadt und das Hafenviertel von Saint-Aubin-Sur-Mer bleiben "naturbelassen". Keine Bürgersteige - die es in der Altstadt sehr wahrscheinlich auch nicht gab... Kein Gerödel, aber auch keine Trümmer, kein Schutt. Just a piece of cobbled street.

      Nachfolgendes Bild: PBI-Bases "cobbled street": for our Canadian friends.


      Nachfolgendes Bild: Kleine Details wie Kanaldeckel sind erlaubt.


      Nachfolgendes Bild: Erste Besucher der Altstadt sind bereits angekommen. Der strenge Blick täuscht. Man ist in Urlaubslaune.


      Soviel für heute.

      Stay tuned!

      Sturmi
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      St Aubin sur Mer liegt östlich von Arromanches . Google Earth bietet neben Bodenansichten sogar Street View - Du kannst also per Mausklick dahin fliegen! :D

      Was wir von Sturmtiger bislang gesehen haben, lässt vermuten/erahnen ( befürchten? ), dass er sich dabei an tatsächliche Details hält.

      Ansonsten - an Bachläufen ist er jetzt auch schon zugange...

      Ariovist

      Karte D-Day nachgetragen
      Gold is for the mistress -- silver for the maid --
      Copper for the craftsman cunning at his trade.
      "Good!" said the Baron, sitting in his hall,
      "But Iron -- Cold Iron -- is master of them all."
      R, Kipling

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ariovist“ ()

      ich weiss natürlich nicht, inwieweit die Balagan Seite eine Inspiration für Sturmtiger war:

      Kampf um St Aubin

      oh sehe gerade - er hatte diese Seite gesehen! :D

      Puristen können natürlich auch offizielle Quellen nuten:

      A Wall is breached ---- kanadischer Beitrag zu HyoerWar

      Ariovist
      Gold is for the mistress -- silver for the maid --
      Copper for the craftsman cunning at his trade.
      "Good!" said the Baron, sitting in his hall,
      "But Iron -- Cold Iron -- is master of them all."
      R, Kipling
      Lieber Ariovist,

      du hast mich erwischt! Ja, ich gestehe, wir haben Saint-Aubin-Sur-Mer nachgebaut. Auf dem nachfolgenden Bild sieht man das frühere Kernstück der Spielplatte Saint-Aubin-Sur-Mer als Stadtplan. Die Straßen gibt es tatsächlich. Wir haben die Straße jedoch etwas "gebogen", damit man keine Sichtlinie vom Hinterland bis zum Strand hat. Wir wollten die Spieler so zu etwas mehr taktischem Verhalten bewegen.

      Das Original WN27 mit der 5cm-Pak im Bunker ist maßstäblich nachgebaut - wie es auf Google Maps zu sehen ist. Noch heute fallen der Pak regelmäßig kleine, hilflose Schörmis zum Opfer...

      Aktuell ist die Spielplatte 435cm x 180cm groß und hat noch ne schöne Altstadt mit engen Gässchen bekommen.

      Steven's Balagan habe ich nach Fertigstellung der Urversion von Saint-Aubin-Sur-Mer kennengelernt. Seine Szenarien sind stets akribisch ausgearbeitet. Er hat ein Faible für Crossfire... Vielleicht konvertiert er ja noch zum rechten Glauben?

      Best

      Sturmi


      PS:
      Bei unserem Table Top Turnier im Jahr 2016 haben wir die Spielplatte in drei Segmente zerlegt und einzeln bespielt. Davon gibts jeweils ein Intro-Video:
      1. Saint Aubin Sur Mer (Strand) "Landung an Omaha Beach, Normandie, 1944"
      2. Saint Aubin Sur Mer (Stadt) "Eroberung der Stadt Saint-Aubin, Normandie, Juno-Beach, 1944"
      3. Saint Aubin Sur Mer (Hinterland) "Luftlandung, Eroberung Château Tailleville, Juno-Beach, 1944"
      4. Mit nem RC-Panzer und GoPro-Kamera drauf sind wir auch schon mal durchgefahren...
      5. Einen Rundflug um die gesamte Spielplatte gibt's auch.


      Hier der Stadtplan unseres Saint-Aubin-Sur-Mer:
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      Hallo zusammen,

      Ariovist hat es schon entdeckt: das Thema Basen für die PBI-Infanterie habe ich noch ein wenig weitergeführt.

      Einen Bachlauf hatte ich ja schon bei den Vietnam-Basen und den Winterbasen für die Kradschützen. Beim Entwickeln der PBI-Basen für Saint-Aubin-Sur-Mer kam mir die Idee für Basen auch für PBI, welche einen Ausschnitt aus dem Verlauf eines Bachs wiedergeben. So als Variante quasi. Acht Stück davon zum Ausprobieren - nicht mehr. Die kann man in der Normandie einsetzen, aber auch Early War in Holland oder Frankreich und sicher auch in Russland, so sagte ich mir.

      Der Bachlauf: vom Werden eines Biotops

      Wie kriegt man den Bachlauf auf die Base? Der Gedanke, der mir kam, war einfach und schnell umsetzbar. Beim Schneiden der 5x5cm-Basen mit der Papierschneidemaschine bleibt immer viel Abschnitt über. Diese könnte man zum Unterfüttern der Ufer eines Bachbettes nehmen. Zwo Bierdeckelreste aufeinandergeklebt, etwas versetzt natürlich und man hat die Grundform eines Bachbettes.

      Später noch mit Strukturpaste drüber und fertig ist die Laube - zumindest die einbettende Landschaft. Das Bachbett will natürlich noch bepinselt und ausgestaltet werden.

      Die vorbereitenden Arbeiten habe ich hier mal als kommentierte Fotostrecke aufbereitet.

      Nachfolgendes Bild: Hier ein Beispiel der Abschnitte aus der Basen-Produktion. Sie lassen sich herrlich einfach zur Unterfütterung der Böschung des Bachbettes benutzen.


      Nachfolgendes Bild: PONALisieren ...


      Nachfolgendes Bild: Und die erste Lage der Ecken ist aufgeklebt. Die PBI-Base bekommt langsam Gestalt.


      Nachfolgendes Bild: Eine zweite Ecke kommt drauf, denn jeder Bach hat bekanntlich zwei Ufer.


      Nachfolgendes Bild: Eine zusätzliche Lage Abschnitte konnt noch oben drauf, damit das Bachbett auf der Base plastischer wird.


      Nachfolgendes Bild: Auch auf das gegenüberliegende Ufer kommt eine zweite Lage Abschnitte drauf. Nu muss das gut trocknen.


      Nach dem Trocknen lasen sich die etwas skurril wirkenden Basen-Rohlinge mit dem Papierschneider wieder in eine quadratische Form bringen.

      Nachfolgendes Bild: Acht Basen für die Bachläufe sind es geworden. Nach dem Beschneiden kommen die Bases dem späteren Erscheinungsbild schon etwas näher.


      Etwas Landschaft, bitte!

      Die landschaft, sprich der bachlauf kommen im Wesentlichen in Form von Strukturpaste auf die Basen. Die nunmehr quadratischen Basen werden kröftig mit Strukturpaste eingesuppt. Die Seitenwände werden so verfestigt und gegen Abnutzung durch das hantieren ein wenig resistent gemacht. Bachlauf und Böschung bekommen Form, Steine werden auch gepflanzt Grünzeug kommt später, wenn alles trocken und dannn auch coloriert ist.

      Nachfolgendes Bild: PBI-Basen "Bachlauf" mit Landschaft und so. Die Steine werden ihre pinke Farbe noch verlieren...






      Ein Feucht-Biotop für unsere naturnah-nachhaltigen Öko-Grenadiere

      Der Bachlauf, der hier achtfach kultiviert wird, nahm recht schnell Formen an. Die Behandlung ist standardisiert, wie bei den Figuren-Basen auch. Grundfarbe "Sand", Lasur "Lederbraun" drüber, Trockenbürsten mit "Revell Beige/14".

      Der Bachlauf entsteht mit mehreren Lagen einer Lasur (Dunkelgrün/68, Gelboliv/42) und anschließendem Überzug aus glänzendem Klarlack. Damit hat das Ganze ein gewisses Äußeres, das bereits fronttauglich sein könnte....

      Nachfolgendes Bild: Hier die PBI-Bases nach Auftrag der Grundierung mit "Sand".


      Nachfolgendes Bild: Gleicher Stand, jedoch von oben.


      Nachfolgendes Bild: Die Uferpartie wurde hier mit "Lederbraun" lasiert und mit "Beige" trockengebürstet.


      Nachfolgendes Bild: Hier wurde die erste Schicht der Lasuren mit "Dunkelgrün" (aber das gelblichere 68er, nicht das bläuliche 39 bitte) aufgetragen.


      Nachfolgendes Bild: Final kommt eine sehr, sehr gelbliche Grün-Lasur mit der "Gelboliv" drüber. Sie bringt das natürliche Grün ins Spiel.


      Nachfolgendes Bild: Der glänzende Klarlack lässt das völlig ebene Bachbett wässrig erscheinen. Sofern es hier auf dem Foto nicht rüber kommt: Die Grünschattierungen lassen eine gewisse Tiefe des Baches erahnen. So etwa 30cm würde ich von hier aus mal schätzen.


      Nachfolgendes Bild: Hier der Klarlack beim Abtrocknen. Vereinzelt hat sich bereits "Wasser" im Bach eingestellt.


      Bachblüten & GaLaBau in freier Natur

      Wenn, ja wenn da nicht noch Möglichkeiten des Garten- und Landschaftsbaus bestünden, wäre mman jetzt eventuell schon fertig. Gärtner Sturmi hat aber in der Orangerie noch größere Vorräte an MiniNatur auf Lager. Die mussten jetzt zu dieser Gelegenheit unbedingt verbraten werden. Dazu zählen auch diverse Blumen, wie die nachfolgend sichtbaren Rotblüher. Steine werden tunlichst frei stehen gelassen und so von Blüten eingerahmt.

      Nachfolgendes Bild: Nach fertiger Bepflanzung ist die PBI-Base für größere Flurschadenattacken der Spieler freigegeben.


      Nachfolgendes Bild: Ein erster Kanadier hat sich auch bereits im Bachbett verfangen.


      Nachfolgendes Bild: Der erste Öko-Grenadier ist auch schon dabei.


      Nachfolgendes Bild: Trollt sich aber wieder...


      Ein Bachlauf im Baukastensystem

      Natürlich musste gleich ein wenig gepröbelt werden. Wie man sieht, eignen sich die Basen hervorragend zum Legen ganzer Bachläufe. Die Natur ist natürlich nicht ganz so eckig und zackig wie das entstandene Kunstwerk. Dennoch wurde eine Idee geboren, nämlich in diesem Stil 15cm-Karrees für die Ausschmückung der PBI-Spielplatte herzustellen. Jedoch nicht sofort...

      Nachfolgendes Bild: Hier ist er, der PBI-Bachlauf.


      Nachfolgendes Bild: Die andere Variante (mit dem "anderen" Gras). Which one suites best?


      Nachfolgendes Bild: Mit Schörmi dahinter macht sich das auch ganz gut.


      Nachfolgendes Bild: Auch mit ausgewechselter Bepflanzung.



      Sturmi
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      Beim ersten Foto nach "Bachblüten & GaLaBau in freier Natur" bin ich mit offenem Mund dagesessen. Wie du die Farbe im Bach selbst hinbekommen hast, ist klasse. Genau so sahen die Bäche aus in meiner Kindheit (hängt natürlich davon ab, wo man herkommt). Damals hatten Bäche ja noch eine Anziehungskraft auf uns Jungs... heute muß da schon ein CGI-Effektgweitter mit 6-Kanal-Ton und Sensurround aufgefahren werden, und selbst dann muß ich erst noch kurz überlegen, ob ich dafür meinen Hintern vom Sofa erhebe. Aber ich schweife ab... Von der Bemalung mal abgesehen, hast du wieder mal gezeigt, was man mit Bierdeckeln alles zuwege bringen kann. Aus diesem Grunde verleihe ich dir heute den Titel "König des Bierdeckels"!
      "Jaaaa, genau, vertraue der Macht. Gib Dich Deinen Gefühlen hin, male 28mm." (Sir Tobi, 30.06.09)
      Ja.

      Und wo kriegen wir jetzt Bierdeckel her, 15 cm im Quadrat?
      Gruß

      Riothamus

      Bemalte Miniaturen 2017:

      28mm: 21 Schafe, 1 Hund, 2 Zivilisten
      Reiskörner: 400 Infanteristen v1.0 (7 Regimenter), davon v2.0: 268 Infanteristen (4 Regimenter)
      1 Schneller Raumkreuzer Orion VIII 10 cm Durchmesser

      Bemal- und Bastelzeit ab März 2017: 26 h
      Hallo zusammen,

      Samstag hatten wir hier in Mörfelden einen gemeinschaftlichen Modellbaunachmittag. Das habe ich genutzt, einige schon fast fertige Minis dann noch in den gewünschten Endzustand zu versetzen.













      So langsam dürften genug Rifles und lMGs für eine PBI-Battle da sein.

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      Sturmi
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      Lieber Parmenion,

      danke für die Blumen. Freut mich sehr, wenn auch bei dir Erinnerungen an "frühe Schlachten"; wach gerufen werden. Es ist in der Tat auch bei mir so, dass ich die Figuren aus den alten Sets aus eben diesen Gründen ganz bewusst aufgenommen habe - auch wenn der heutige Stand der Technik eigentlich andere Figurensets nahelegen würde.

      Auf diese recht sentimentale Weise habe ich mir letztes Jahr 135 Matchbox-Grenadiere angelacht... Auch wenn sie 1-2mm "zu klein" sind... ich liebe sie heiß und innig.

      Best

      Sturmi




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      Hallo zusammen,

      der eine oder andere hat es sicher bereits bemerkt: Um die PBI-Armeen im 20mm-Format aufzustellen, habe ich den Weg über 50mm-Quadrat-Basen gewählt, um meine vorhandenen 20mm-Figuren verwenden zu können.

      Beim Herstellen der zahlreichen Basen kam mir natürlich so der eine oder andere Gedanke, was man sonst noch so mit an Basen entwickeln könnte. Eine der Ideen habe ich spontan dann auch umgesetzt. Stichwort: Landstraße.

      Base "Landstraße"

      Nachfolgendes Bild hatte ich bei meiner Idee im Hinterkopf: Der Panzerspähwagen Kfz 13 von First to Fight. Hier stehen acht Panzerspähwagen Kfz. 13 der Aufklärungs-Abteilung (motorisiert) 4 am Straßenrand bei einem Halt. (Auf unserer Spielplatte "St. Aubin sur Mer")


      Meine Kfz. 13 und Kfz. 14 hatte ich ja bereits nach Frankreich geschickt . Das Foto von den Panzerspähwagen am Straßenrand von Saint Aubin sur Mer blieb mir im Gedächstnis haften. Dieses Motiv kramte ich hervor, als ich daran ging, auf den 25 Quadratzentimetern einer 20mm-PBI-Base mal etwas anderes umzusetzen.

      Wie geht Landstraße?

      Die Base sollte auch nichts Kompliziertes werden. Einfach ein Stück Landstraße mit einem unbefestigten Seitenstreifen und leichtem Grasbewuchs an dessen Ausläufern. Wieder wollte ich meine Bierdeckel verwenden und sowohl Base als auch den Aufbau zu realisieren. Die Straßendecke sollte aus einem schräg angeschnittenen Stück Bierdeckel gefertigt werden. Das war einfach herzustellen und gab der Straße eine plane Oberfläche.

      Nachfolgendes Bild: Hier die Base im Rohzustand. Die Straßendecke ist oben bereits zu erkennen.


      Gestaltung der Base

      Der Seitenstreifen wurde mit Strukturpaste behandelt, um eine etwas unruhigere Oberfläche zu erhalten. Der Gegensatz von planer Straßendecke zu der unruhigen Fläche des Seitenstreifens würde zudem für ein wenig Spannung beim Anblick sorgen.

      Nachfolgendes Bild: Der Seitenstreifen wird nach dem Trocknen ganz klassisch mit dem Farbton "Sand" bemalt


      Nachfolgendes Bild: Auch der Wash mit "Lederbraun" unterscheidet sich in Nichts von der Bemalung der Figurenbasen.


      Nachfolgendes Bild: Nach dem Trockenbürsten sieht zumindest der Seitenstreifen schon mal ganz passabel aus.


      Straßendecke

      Die Straßendecke erhält zu guter Letzt eine Bemalung mit "Panzergrau" und wird mit "Mittelgrau" leicht trockengebürstet. Die entstehende Oberflächenstruktur soll mir genügen. Schlaglöcher brauche ich heute noch nicht.

      Nachfolgendes Bild: Die Straßendecke nach dem Trockenbürsten. Sie weist eine leichte Struktur auf.


      Der Seitenstreifen

      Was kann auf einem Seitenstreifen so untergebracht werden? Nun, da wäre natürlich etwas Bewuchs in Form der Grasnarbe oder Sträucher. Für die Grasnarbe habe ich bislang stets die Gräser von MiniNatur verwendet - und werde dies auch weiterhin tun. Dennoch wollte ich hier bei dieser Gelegenheit mal das Streugras aus meinen Beständen an Modellbahnzubehör ausprobieren.

      Die Anwendung vereinfachte ich. Die zu begrasenden Flächen bestrich ich mit PONAL. Dann drückte ich etwas kleines Buschwerk in Form von kleinen Bröckchen "Clump Foliage" in den Leim. Die übrige Fläche des Leims bestreute ich mit dem Streugras (Länge 6mm, ist ja wild wachsend und ungeschnitten!). Das Streugras kommt in großen Haufen oben drauf und wird fest angedrückt. Über Nacht muss es trocknen.

      Nachfolgendes Bild: Eine recht unregelmäßige Fläche für die Grasnarbe ist eingesuppt.



      Nachfolgendes Bild: Das gehäufelt aufliegende Streugras wird über Nacht antrocknen.


      Nachfolgendes Bild: Hier sieht man etwas Clump Foliage mittenmang im Grs.


      Nachfolgendes Bild: Das Streugras wird links und rechts der Büsche sprießen.


      Nachfolgendes Bild: Auch hier wieder Haufen von Streugras.


      Nachfolgendes Bild: Einen Strauch habe ich auch zwischen rein gepflanzt.


      Nachfolgendes Bild: Erneut etwas Buschwerk.


      Nachfolgendes Bild: Und wieder final...


      Nachfolgendes Bild: ... viel Streugras auf der Landstraße.


      Der Strauch stammt übrigens von "Polák". Habe ich bereits mehrfach verwendet. Kommt immer sehr gut.

      Kleines Fotoshooting an der Landstraße

      Die Landstraße ist gediehen. Die vier Stücke lassen sich zu einem größeren Stück Landstraße zusammenfügen. Dann passt auch etwas vom Fuhrpark drauf.

      Nachfolgendes Bild: Der Panzerspähwagen Kfz. 13 rollt die Landstraße entlang.



      Nachfolgendes Bild: Hier vom Fieseler Storch aus gesehen.


      Nachfolgendes Bild: Auch das Beiwagenkrad kann auf einer Base der Landstraße Platz finden.


      Nachfolgendes Bild: Hier übrigens der vorhin angesprochene Strauch.


      Nachfolgendes Bild: Legt man alle vier Basen zusammen, findet auch der Opel Blitz Platz.


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      In erschlossenen Landschaten West- und Mitteleuropas haben Landstraßen praktisch immer Gräben zu beiden Seiten, diese können natürlich auch von Gras überwuchert sein. Eigentlich dienen sie ja zur Ableitung von Niederschlägen auf der Straße, aber Truppen wie Spieler werden die nächsterreichbare Splitterdeckung zu schätzen wissen.

      In Frankreich wissen die Route Nationale seit Napoleons Zeiten gar durch beidseitigen dichten Baumbestand zu glänzen, gut gegen Regen und Schnee sowie Wind und Sonnen und nicht zuletzt Tiefflieger.

      Spieltechnisch stufen wir Landstraße als Partial Terrain ein, innerstädtische sind dann offenes Gelände.

      Ariovist
      Gold is for the mistress -- silver for the maid --
      Copper for the craftsman cunning at his trade.
      "Good!" said the Baron, sitting in his hall,
      "But Iron -- Cold Iron -- is master of them all."
      R, Kipling
      Die Bemalung von Figuren mit dem Tarnmuster Eichenlaub / Eichentarn hatte ich vor zwei Jahren schon mal in Angriff genommen. Damals stand die Einkleidung des Grenadier-Regiment 736 für das Szenario St. Aubin sur Mer an. Damals war ich mit den Resultaten recht zufrieden... Damals schon...

      Tarnmuster Eichentarn Typ B, erneuter Versuch

      Nachfolgendes Bild: Hier ein Foto aus dem Jahr 2015: einige Grenadiere mit dem damaligen Tarnmuster Eichenlaub


      Die Tarnmuster faszinierten mich schon immer und ich suchte bereits beim ersten Anlauf einen Weg, die Tarnmuster auf den 1:72 Figuren anzubringen. Das obige Ergebnis war für mich lange Zeit zufriedenstellend. Doch kürzlich fand ich, dass die Bemalung einer Erneuerung bedurfte.

      Nachfolgendes Bild: Einige der Farben für den Farbvergleich "Tarnmuster Eichenlaub Herbst"


      Für mich stellte sich zuerst die Frage nach den zu verwendenden Farben. Für einen Vergleichstest trug ich einen Satz Grün- und Brauntöne auf einen Bogen Plastik auf und ließ ihn trocknen. Das Resultat verglich ich dann mit den Farbtönen auf Abbildungen des Tarnmuster Eichentarn im Internet.

      Das Bild unten zeigt auch auf dem unteren braunen Farbband einige Versuche mit unterschiedlichen Kombinationen aus Schwarz / Braun / Grün.

      Nachfolgendes Bild: Die getesteten Farben (allesamt Revell Aquacolor) beim Versuch.


      Auftrag der Farben für das Eichenlaubmuster

      Es hatte sich recht schnell eine ideale Grundfarbe herausgestellt:

      • Revell Aquacolor 361 87 Erdfarbe


      Auf die Grundfarbe trug ich zunächst noch den auf Foto erkennbaren gelblicheren Braunton in großen Flecken auf. Hierzu verwendete ich in verschiedenen Versuchsreihen die beiden Farbtöne

      • Revell Aquacolor 361 86 Khaki Braun
      • Revell Aquacolor 363 81 Braun


      Der zweite Ton kommt dem Original etwas näher. Bei den fortschreitenden Versuchen kam ich aber mehr und mehr wieder davon ab und verzichtete schießlich ganz auf diese Flecken-Farbschicht.

      Auf die Flecken setzte ich weitere Flecken des Farbtons

      • Revell Aquacolor 361 88 Ocker


      und zwar so, dass diese zumeist nur innerhalb der dunkleren Flecken aufgetragen wurden. In die Ocker-Flecken tupfte ich schwarze Flecken und versuchte, den Ocker-Rand mit der Schwarz mit unregelmäßigen Konturen aufzureißen und unregelmäßig zu gestalten. So hatte ich es auf Vorbildfotos wahrgenommen.

      Die schwarzen Tupfen sollten auf gar keinen Fall "rund" wirken, sondern unregelmäßige Konturen aufweisen. Das einfachste Hilfsmittel, dies zu erreichen, war mit das Malen von "Kreuzen". Einfach zwei kurze schwarze Striche, die sich kreuzen. In der Tat kam ich so zu unregelmäßigen schwarzen Flecken im Ocker. Das Gesamtbild sah nicht wirklich wie das Original aus, war für sich genommen jedoch recht schön anzusehen. Ich beschloss, damit erst mal zufrieden zu sein.

      Hier drei Figuren in "Tüpfeltarn Eiche".

      Nachfolgendes Bild: Drei Eichentüpfler: eine frühe Variante meines Tarnmuster-Versuchs Eichenlaub Herbst




      Tarnmuster Eichenlaub bemalen

      Die verschiedenen Kombinationen auf dem Weg zum ersten Eichentüpfler möchte ich euch aber auch nicht vorenthalten. Wie man auf den nachfolgenden drei Fotos sehen kann, habe ich auch für die Frühjahrsvariante mal ein paar Grüntöne reingetüpfelt.

      Nachfolgendes Bild: Diese Eichentüpfelei ist mein klarer Favorit. Die unterschiedliche Intensität des Schwarztons rührt daher, dass der softere Schwarzton eigentlich gar keiner ist. Es ist "Gelboliv", ein sehr dunkler Grünton.


      Nachfolgendes Bild: Versuche für Tarnmuster Eichenlaub Frühjahr/Sommer


      Nachfolgendes Bild: Und hier noch ein paar andere schräge Versuche, die ich schnell wieder verwarf. Tarnmuster Eichentarn Typ B geht anders!



      Zufallstreffer: der Nur-Tüpfler

      Bei meinen Versuchen wurde mir eines deutlich: man darf die Figur nicht aus nächster Nähe betrachten und einen Vergleich mit dem Vorbild anstellen. Aus etwa 50cm Entfernung betrachtet muss die Figur gut ausschauen.

      Diese Erkenntnis setzte ich dann mit verschiedenen Versuchen in neue Bemalungen um. Dem Ocker blieb ich treu, dem Schwarz und der Erdfarbe auch. So kam es, wie es kommen musste, bei einem der Versuche setzte ich ausschließlich kreisrunde Tupfen. Erst Schwarz, dann Ocker - die Reihenfolge macht tatsächlich einen Unterschied, obwohl beide Farben sich nicht überlagern. Heraus kam dabei der auf dem folgenden Foto sichtbare Eichentüpfler.

      Nachfolgendes Bild: Tarnmuster Eichenlaub Herbst - nicht original, aber gefühlt ganz nah dran, wenn das Auge ein Stück weit weg ist.


      Das Ergebnis ließ mich meine Entscheidung treffen, dieses Verfahren künftig zu verwenden. Die komplizierten Fleckenmuster würde ich mir schenken und auf simple Tupfen umsteigen.

      Natürlich unternahm ich auch einen Versuch mit der Revell Aquacolor 363 81 Braun als dem Original noch näher kommendem Farbton. Das nachfolgende Foto zeigt das Resultat. Irgendwie wirkt es auf mich nicht halb so gut wie der Versuch mit dem Ocker.

      Nachfolgendes Bild: Der Eichentüpfler mit dem Tupfen von der Revell Aquacolor 363 81 Braun


      Nachfolgendes Bild: Wobei… grundsätzlich wäre der orangigere Farbton auch okay. Tarnmuster Eichenlaub Herbst kann somit mit Varianten aufwarten.


      Alternative

      Doncolor hat sich an den Versuchen der Musterfindung ebenfalls beteiligt. Sein Ansatz war dabei, das Tarnmuster Eichentarn nicht in Punkte oder andere Objekte aufzulösen, sondern das zu tun, was das Auge auf größere Entfernung auch tun wird, nämlich zusammenfassen. Doncolor hat die Umsetzung des Tarnmusters Eichentarn Typ B auf schwarze und braune Flächen auf einem Untergrund aus Erdfarbe aufgebaut.

      Nachfolgendes Bild: Doncolors Variante des Tarnmuster Eichentarn Typ B


      So logisch und sinnvoll mir die Variante erscheint - damit muss ich mich erstmal länger befassen und anfreunden. Irgendwie brauche ich derzeit die Farbtupfen im Muster. Aber eventuell schwenke ich auch auf die schwarzen und braunen Flächen ein. Man wird sehen.

      Serienfertigung der Eichentüpfler

      Die Serienfertigung der Eichentüpfler beschränkt sich fürs Erste auf vier Figuren. Nachdem das farbtheoretische Problem für mich erst mal gelöst ist, habe ich beschlossen, auch noch ein paar schon länger anstehende Arbeiten anzugehen und abzuschließen.

      Nachfolgendes Bild: Hier die finale Variante des Eichentüpflers. Der Prototyp für Tarnmuster Eichentarn Typ B


      Diese beiden MG-Schützen stammen übrigens aus dem PSC-Set der Sd.Kfz.250. Ich hatte sie kürzlich auf eine Base gestellt, um sie in einem Gebäude mit ihren MGs hinter ein Fenster zu stellen oder hinter eine Mauer. Dabei hatte ich ihnen etwas Eichenlaub verpasst, war aber nicht ganz zufrieden, da das Ganze nach dem Wash ziemlich dunkel rüberkam.

      Hier probierte ich einfach mal was aus. Ich setzte mehrere Tupfen "Ocker" drauf. Immer kleine Gruppen, nur wenige Gruppen. Der erzielte Effekt ist sehr interessant. Es wirkt jetzt auf mich irgendwie stimmiger. Da soll einer draus schlau werden…

      Nachfolgendes Bild: Diese beiden MG-Schützen (aus dem PSC Set der Sd.Kfz.250) hatte ich kürzlich schon mal anders eichenlaubisiert. Auf den dunkel gewashten Smock setzte ich nur noch ein paar Ocker-Tupfen - und schon wirkte es für mich viel eichenlaubiger.
      Alles über mein Hobby auf meinem Online-Zuhause: pink-unicorn.tv.
      Das Videos zu unserem letzten PBI-Spieletag am 21.10.2017.
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