1. Puchheimer DBA 3.0 Einführungs- und Anfänger-Turnier

      Hallo liebe Spieler,

      morgen ist es endlich soweit und wir können unser erstes DBA 3.0 Turnier spielen!

      Ihr braucht Eure Armeen nicht anzumelden, das machen wir, wenn Ihr morgen kommt.
      Wir haben dafür auch genügend Zeit, Ich werde die Einführung auf die Regeln beschränken, die in DBA 3.0 anders sind als in der letzten Version. Dazu werde ich ein paar Elemente aufbauen, um etwas zu erläutern, aber kein ganzes Spiel spielen.
      Schade, dass Tobi nicht dabei sein kann.
      Ich hoffe, dass sich der eine oder andere noch spontan entscheiden mag, dabei zu sein, es wir sicher ein sehr spannender und schöner Tag.

      liebe Grüße

      Jürgen
      DVfHS - Deutscher Verein für Historische Simulation - www.DVfHS.de

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      Hallo liebe Spieler,

      gestern hatten wir unser erstes DBA 3.0 Turnier in Puchheim. Hier die Ergebnisse:


      1. Jürgen Bohn - IV/18 Lithuanian & Samogitian - 170 pts.
      2. Lukas Heller - III/53 East Frankish - 135 pts.
      3. Neil Fox - IV/86a Tudor English - 130 pts.
      4. Valerio Toscani - III/10c Hindu Indian - 125 pts.
      5. Thomas Kimmerle - IV/30 Teutonic Order - 115 pts.
      6. Christian Scholz - III/64b Ghaznavid - 105 pts.
      7. Carlos Dücker-Benfer - II/58 Alan - 100 pts.
      8. Martin Heller - I/51Later Sargonid Assyrian - 90 pts.
      9.-11 Norbert Muth - IV/64c Medieval French - 85 pts.
      9.-11 Rolf Kläfiger - II/78 Late Imperial Roman - 85 pts.
      9.-11 Jiri Gajdorus - IV/43c Later Hungarian - 85 pts.
      12. Florian Ziegler - IV/33 Epirot Byzantine - 70 pts.
      13. Roland Weyh - II/56 Early Imperial Roman - 50 pts.
      14. Kuno Mattes - II/7 Later Achemenid Persian - 30 pts.

      Anbei noch Fotos von den Pokalen, die uns Christian Ludwig gemalt und gebastelt hat und von den glücklichen Gewinnern.
      Besonders hervorzuheben hier natürlich unseren Youngster Lukas, der sich einen tollen 2. Platz erspielt hat!


      Herzliche Grüße

      Jürgen

      PS: Es wäre schön, wenn hier im Anschluss noch einiger der Spieler ihre Eindrücke vom Turnier und den neuen Regeln schreiben könnten.
      Dateien
      • Pokale.jpg

        (929,42 kB, 20 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • Gewinner.jpg

        (362,41 kB, 17 mal heruntergeladen, zuletzt: )
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      Zuerst einmal Jürgen vielen Dank für das Ausrichten des Turniers. Und wenn du so schön bittest, will ich dem Wunsch gern entsprechen :) Es war ein sehr schöner Tag in Puchheim und es gab viel Neues in DBA3.0 zu erlernen.
      Ich war mit meinen Lieblingsalanen (Buch II/58) dabei und ein Ziel war für mich den direkten Vergleich zu den Alanen nach DBA2.2 zu haben.
      Im ersten Spiel traf ich auf römische Römer... also irgendwelche Imperiale... Viele "Blades" und "Auxiliare".
      Da die Römer wie immer Aggressoren waren :) trafen wir uns auf/in der Steppe. Es gab dann zwei "Gentle Hills" und zwei "Rough Goings" unspektakulär auf der Platte verteilt. Die erste Neuerung betrifft das Gelände: Es wird jetzt zwischen "Good Going", "Rough Going" und Difficult Going unterschieden. Ein Rough behindert nur die Bewegung aber nicht die Kampffähigkeiten. In diesem Spiel spielte das Gelände nicht mit...
      Ich baute zuerst auf und versuchte mit den leichten Reitern eine Umfassung vorzubereiten. Mein Gegenüber Roland konterte mit ausfächernden Ax(solid). Eine weitere Neuerung die Fußtruppen in "solid" und "fast" aufzuteilen, je nach dichter oder gelockerter Formation.
      Nach einigem hin und her entschloss ich mich alles auf eine Karte zu setzen und griff mit den Rittern der Alanen die Bd an. Normalerweise ist das nach DBA 2.2 eine mehr oder weniger einfache Sache, da die Ritter einen Quickkill gegen Bd haben. Haben sie auch jetzt noch aber bei einem unentschieden sterben meine Ritter... Das erste Legionselement außen rechts (von mir ausgesehen) hatte einen Overlap, also 3:2 für mich und ich würfelte auch noch höer schien alles nach Plan zu laufen... und es satn damit 4:2 an Elementen für mich... Super! ...aber da waren ja noch weitere Kämpfe. Im nächsten kampf in der Reihe stand es dann wieder 3:2 aber die Würfel wollten ein eunentschieden und es stand dann 4:3. Kein Grund zur Sorge... Der naächste Ritter kämpft mit 2:3... unschön und dann würfelt Carlos irgendetwas zwische 1 und 2... auf jedenfall zu wenig und damit steht es 4:4 und es geht in die Verlängerung. Seine Runde! :) danach verliere den nächsten verdoppelten Ritter während ich einen zweifach eingeklappten, des Prallens unfähigen Ax nicht besiegen kann. Dann habe ich es wohl nicht besser verdient.
      Im nächsten Spiel hatte ich das Vergnügen mit Byzantinern von Florian. Ein sehr nettes Spiel. Nach einigem hin und her konnte ich das Spiel für mich entscheiden. Ich habe leider nicht mehr alles Details im Kopf. Auffällig die Erkenntnis, das Kavallerie sich jetzt genauso schnell bewegt wie LH und Fusstruppen (vor allem die F) sich im Verhältnis deutlich schneller bewegt, was auch durch die etwas größere Platte nicht unbedingt aufgefangen wird.
      Mein nächster Gegner waren die Ghaznaviden von Christian. Elefanten lieben die Alanen nur in Form von großen gebratenen Stücken über dem Lagerfeuer. Bis dahin gab es einiges zu tun. Meine Erfahrungen dahingehend sind eher pessimistischer Natur, da Jürgen mich in Geisslingen nach DBA2.2 kräftig aufgemischt hat. :)
      Wir trafen uns also in Alanien und ich legte mein Standard 2 GH und 2 RG hin. Beim Aufbau platzierte er sein CV vor meine LH und die Elis und Speere und ein Bw vor meine Ritter. Gelände war hier wieder nicht so wichtig... Mit 6 PIpS in der ersten Rund konnte ich ganz gut Positionen wechseln und so standen dann die Rittter vor der Cv und die LH vor den Elis.
      Es folgten einige taktische Züge beider Seiten um den anderen jeweils in Schwierigkeiten zu bringen und ich verlor die erste meiner "Bauernblades" gegen einen Eli. Dadurch hatte ich die Möglichkeit den Elefanten mit einem Ps und dann mit LH anzugreifen. Irgendwann würfelt er niedriger und die leichten Truppen haben einen QK gegen die grauen Ungetüme. Das war dann irgendwie ein Wendepunkt. Mit den Rittern gegen die Cv und einem LH das hinten rum einklemmt, konnte ich das Spiel dann knapp mit 4:3 gewinnen.
      Dann traf ich im letzten Spiel gegen auf die Litauer von Jürgen... Mist :)
      Wir trafen uns in Litauen und es gab Wälder. Diesmal war das Gelände entscheidend. (mM) Litauer können ihre LH als Bw absteigen lassen, was Jürgen dann auch tat. Die sind dann zu dritt basiert und zählen als "Fast Foot" :) Gelände behindert diese Leute garnicht... und im Laufe des Spiels weiche ich zurück, versuche Abstand zwischen den Bw und den LH zu bekommen. Ein Ausflankmanöver meiner LH war dadurch gescheitert, dass die blockierenden LH der Litauer absitzen und denn "Durchgang" zum Lager zwischen Wald und Spielfeldrand als Bw abdichten. Die abgessenen Bw bewegten sich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit über das Feld. In der letzten Spielrunde, ich war schon sehr nah an der eigenen Tischkante, verließ mich die Geduld und ich griff eine Reihe mit Bw und Cv mit meinen Rittern und LH an und in einer Runde habe ich dann zwei oder drei Elemente verloren, auf jedenfall war es das dann... :hechel:

      Mein Fazit: DBA 3.0 spielt sich anders als 2.2 aber nicht schlechter. Die Spiele schienen schneller zu sein und auch die Art und Weise wie hier abstahiert das Kampfgeschehen abgebildet wird funktioniert sehr gut. Infantrie gewinnt an Bewegung und an Beständigkeit. Ritter müssen sehr viel vorsichtiger sein. Es führt sicher dazu, wieder mehr Fusstruppen mit Speeren oder Klingen zu spielen/ auf Turnieren zu sehen. Die Ergebnisse der Kämpfe werden jetzt auch durch die Art (solid oder fast) der Fusstruppen gesteuert. Meine Sorge, dass jetzt zuviele Details in das Regelwerk hineingetragen werden, hat sich nicht bestätigt. Es bleibt ein schönes Einsteigerspiel mit unerhört viel Tiefgang. Es wird auch weiterhin die kleine Alternative zu DBMM sein, wenn man die Armee noch nicht fertig hat oder wenn im Spielzimmer gerade kein Platz für 1,80m x 1,20m Spielfläche ist :) oder wenn man nicht 4 Stunden Zeit hat :)
      Allen Teilnehmern und Gegenspielern nochmals Danke und Gratulation an die Gewinner!

      Gruss
      Carlos :pfeil:
      PS Ich habe alles nach bestem Wissen und Gewissen aus meinem Gedächtnis wiedergegeben. Sollte ich Fehler gemacht haben: Sorry. Ihr dürft mich gerne korrigieren! :)
      "May the Force be with you"
      Ah, die Schweizer einträchtig Schulter an Schulter - und auf der Rückfahrt nach Oberaudorf hat der Beifahrer wahrscheinlich mehr geredet als der Fahrer?! *

      Schon, dass es Spaß gemacht hat.

      Ariovist

      * in der Situation war ich auch schon mal! Der Nachwuchs fragte dann - und auf welchem Platz warst Du? :)
      Gold is for the mistress -- silver for the maid --
      Copper for the craftsman cunning at his trade.
      "Good!" said the Baron, sitting in his hall,
      "But Iron -- Cold Iron -- is master of them all."
      R, Kipling
      Viel ist den Ausführungen von Carlos nicht hinzuzufügen. Nur daß für mich das Turnier zwei gegenteilige "Halbzeiten" hatte. Ich bin angetreten mit meinen Assyrern, den Späten Sargoniden. Vorab: eine der Armeen, die durch die Überarbeitung an hitorischer Genauigkeit gewonnen hat. Nach einem Bilderbuchstart gegen späte Achaimeniden und Imperiale Römer traf ich dann auf Litauer, die Scharenweise von den Pferden hüpften und humorlose Rosenkrieger. Also nur ein Platz im Mittelfeld. Der Sohnemann hat deutlich besser gemacht.

      Was mich regeltechnisch überzeugt: Das größere Spielfeld von bis zu 80 cm. Daß Bogenschützen nun endlich richtig schiessen, daß die Zentimeter endlich den Zoll ablösen. Ich finde gut, daß die Horden nun nicht mehr als Verlust zählen, und daß die Doppelelemente nun eine echte Funktion haben. Daß die Ritter in ihrer Gefährlichkeit eingeschränkt wurden finde ich gut, wenn ich es auch durch einen schmerzlichen Verlust meines Generals gegen ein Klingenelement von Neil bei Punktegleichstand teuer bezahlen musste. Die Quickkillerei ist nicht mehr so der beherrschende Faktor, wenigstens wie es nach diesen ersten Spielen scheint. Das führt hoffentlich dazu, daß bei Turnieren die Armeen wieder ein wenig bunter werden.
      Je länger ich darüber nachdenke, finde ich, daß Klingen ein wenig arg "überpowert" sind, findet Lukas auch, und daß man bei der Aufstellung so relativ tief in der Spielfläche platzieren darf, ist nicht nach meinem Geschmack.
      Insgesamt wird aber DBA 3.0 bei uns der Standard werden, weil wir hier immer recht ausgewogen nach Epoche und historischem Gegner spielen, und da sind die Gewichtungen eben nicht so krass unterschiedlich.
      Im Wirkungskreis seines Schwertes ist jeder Mann ein Ubar! John Norman in einem seiner Gor-Romane

      Der Krieg ist eine einfache Kunst und ganz Vollzug (Napoleon Bonaparte)
      Und noch ein Nachbrenner: meiner Ansicht nach hat man bei DBA 3.0 die Artillerie versaut. Daß sie mit 4 schiesst, ist o.k., aber daß sie auch im Nahkampf eine 4 hat, ist widersinnig und unhistorisch. Ebenso unhistorisch und sinnfrei ist es, daß Feldartillerie mit 4 kämpfen darf, steht sie aber in einer festung (BUA), hat sie nur eine 2. Eigentlich müsste es genau anders herum sein, denn die Artillerie in der Festung hatte immer eine ganz andere Wirkung als die auf freiem Feld. Festung und Geschütz ergänzen einander. Das ist nicht gut gelungen.
      Im Wirkungskreis seines Schwertes ist jeder Mann ein Ubar! John Norman in einem seiner Gor-Romane

      Der Krieg ist eine einfache Kunst und ganz Vollzug (Napoleon Bonaparte)
      Um die Frage zu beantworten: Ob es neuer Standard wird ist nicht genau geklärt aber aufgrund der neuen Bewegungsweiten und der größeren Beweglichkeit der Infantrie bietet sich der Manöverraum an, um wieder ein ausgeglichenes Spiel zu bekommen (meine Meinung) LH sind so schnell kaputt ;)

      Gruss
      Carlos :pfeil:
      "May the Force be with you"
      Wir haben DBA 3 auf beiden Größen gespielt, 60 und 80 cm. Ich halte 60 cm für absolut zu klein, denn die Möglichkeit, weit im Brettinneren aufzustellen, die größeren Schußweiten und die erhöhte Beweglichkeit bedingen m.M. nach die 80 cm.
      Im Wirkungskreis seines Schwertes ist jeder Mann ein Ubar! John Norman in einem seiner Gor-Romane

      Der Krieg ist eine einfache Kunst und ganz Vollzug (Napoleon Bonaparte)
      ...die Bewegungsweiten von DBA3 haben eine grössere Platte erzwungen. Leider sind die Armeelisten nicht wirklich nachgebessert worden. Nachdem bei Saga Strathclyde als nachrömische Macht eingeführt wurde, mussten auch die nachrömischen Briten jener Gegend 2/81c aktualisiert werden...

      ...da Sue Barker jetzt auch ihre DBA3 Regeln auf den Markt geworfen hat, wird es ein wenig unübersichtlich, das Büchlein ist zwar viel handlicher, aber darin sind nicht mal 100 Armelisten enthalten, dafür neue Tips für Anfänger :sarcastic: :sarcastic: :sarcastic:

      vodnik schrieb:

      Leider sind die Armeelisten nicht wirklich nachgebessert worden. Nachdem bei Saga Strathclyde als nachrömische Macht eingeführt wurde, mussten auch die nachrömischen Briten jener Gegend 2/81c aktualisiert werden...

      Versteh ich nicht. Das Königreich Strathclyde war doch schon immer bei den DBA nachrömischen Briten berücksichtigt. Zumindest bei DBA 2.0 und bei WRGth 6th und DBM/M sowieso. oder was hat sich jetzt gändert?
      Wenn es jetzt ausführlicher wird, sollten wir aber ein neues Thema eröffnen.

      Gruß

      MA
      When the going gets tough, the tough get going!